"Oft kommt alles anders als man denkt..."
Vom 7.02. – 09.02.09 zog es meinen Bruder und mich für drei Tage nach Fehmarn. Am Freitag noch schnell eine Unterkunft organisiert und schon ging es am Samstag Morgen los Richtung Norden. Nachdem die Betten bezogen waren, haben wir uns noch schnell ein paar Informationen im Fehmarn Tackle besorgt. Die Fangmeldungen der letzten Tage waren leider nicht besonders gut, aber hier und da sind ein paar Mefos gelandet worden. Einige der Silberpfeile sollen schon Würmer im Magen gehabt haben, also habe ich mir noch schnell eine Borstenwurmimitation besorgt.
Lenno und mich zog es zuerst an die Westküste, da wir es erst mal im Flachwasser probieren wollten. Ich habe gleich den Borstenwurm auf die Spirolinomontage montiert und Lenno wollte es mit dem Blinker probieren. Es dauerte nicht lange, da konnte ich den ersten Biss verbuchen, doch leider konnte ich den Fisch nicht verwerten. Ich habe in den folgenden Stunden immer wieder Nachläufer und sehr vorsichtige Bisse gehabt, aber bei Lenno lief mit Blinker bis auf zwei kurze Kontakte gar nichts. Doch als es anfing zu dämmern, haben die Fische meinen Borstenwurm dann doch richtig gepackt und ich konnte eine schöne Steelhead von 57cm und zwei mäßige Meefos landen. Lenno hingegen, der mehrere Blinker,Wobbler und Fliegen mit der Spiromantage ausprobiert hatte, konnte keine weiteren Bisse und Fische an diesem Tage verbuchen.
Nachdem am Samstag bei Dauerregen noch eine leichte Brise aus Nord-Ost kam, hatten wir am Sonntag Sonnenschein und starken Wind aus West, was ein Angeln an der Westküste unmöglich machte. Wir fischten am Sonntag die komplette Ostküste ab, doch die Fische schienen nicht hier zu sein. Als wir dann noch zwei Taucher angetroffen haben, bestätigte sich unser Verdacht. Die beiden haben bei ihrem zweistündigen Tauchgang noch nicht mal einen Kleinfisch zu Gesicht bekommen. Wenigstens waren die Jäger an diesem Tag erfolgreicher bei der Hasenjagd. Wir konnten direkt von der Küste zugucken wie 10 Jäger mit Hund und Frettchen auf der Jagd waren und mehrer Hasen erlegen konnten.
Am Montag stiegen dann wieder die Hoffnungen, da der Wind nachließ und auf Süd drehte. Also zog es uns wieder auf die Westseite der Insel. Doch bevor es los ging, musste Lenno noch mal zum Angelladen, um sich auch einen Borstenwurm zu holen. Die Hoffnungen an der Westküste ließen bereits nach 3 Stunden nach, nachdem wir schon knapp 2,5 km Küste abgefischt hatten und nicht einen Zupfer bekamen. „Doch oft kommt alles anders als man denkt“.
Als wir schon fast wieder am Parkplatz angekommen waren, sagte Lenno zu mir: „Ich mache noch mal zwei Würfe“. Ich hingegen montierte schon meine Rute ab, bis Lenno anfing zu lachen und plötzlich mit krummer Rute da stand. Lenno verlor zwar den Fisch, aber die Hoffnung war wieder da, gerade weil er mit dem nächsten Wurf wieder einen Zupfer hatte. Also schnell die Rute wieder aufgebaut und den Borstenwurm Richtung Horizont geworfen und gleich mit dem ersten Wurf nach Wiederaufbau konnte ich die erste maßige Meefo landen. Als es dann wieder anfing zu dämmern, hatte ich mit fast jeden Auswurf einen Biss, konnte aber wieder nur zwei Mefos landen, wobei die eine 54 cm hatte. Bei meinem Bruder hingegen war wieder Frustration eingekehrt, da er keine Bisse mehr bekommen hat. Also holte ich ihn zu mir und auch er konnte dann seine erste landen. Leider schlitzte eine Vielzahl von Fischen wieder aus, was ich auf den großen Haken des Borstenwurms zurück führe.
Momentan sieht es so aus, als wenn sich die Meefos nur von Würmern ernähren, denn ein Blick in den Magen der beiden Mefos, die ich mitgenommen habe, bestätigte mir das. Es waren ausschließlich Würmer im Magen.
AdR: Bilder und Bericht von Lennert und Timo Hager