Reisebericht - März 2008
Dänemark (SG) - Ob Entrecôte, Bauernfrühstück oder dänische Meerforelle auf dem Speiseplan stand, hätte uns eigentlich egal sein können. Nach einem langen Tag am Wasser hätte es wahrscheinlich auch die obligatorische Tiefkühl-Pizza getan. Doch wenn man schon mal Urlaub macht, sollte wenigstens nicht gleich das Essen wieder an zu Hause erinnern! Aus diesem Grund zauberte uns Jacques einen Speiseplan mit einigen katalanischen Spezialitäten hervor, abgerundet mit einigen Wein- und Käsesorten - wohl der einzige Grund dafür, dass wir nicht auch noch die Nächte durchfischten! Es ist Mitte April und erfahrungsgemäß die beste und erfolgreichste Zeit an der Ostseeküste auf Meerforelle. Mit hohen Erwartungen erreichten wir also unser Ferienhaus auf der Insel Als, welches keine 30 Meter vom Fjord entfernt, unsere Herberge für die kommenden sechs Tage sein sollte. Gleich der erste Abend am Wasser begann verheißungsvoll mit einem herrlichen Sonnenuntergang und einigen schönen Fischen an unseren Fliegenruten. Fern abseits der Feinstaubmetropolen Berlin und Hamburg kehrte auch bei uns allmählich diese typisch dänische Ruhe ein und Körper und Geist freuten sich ganz einfach auf eine entspannte Woche. Am Abend wurde bei Wein und französischen Gerichten der ein oder andere "Angelporno" inhaliert und am Morgen wurde auf der Terrasse gefrühstückt, bevor es wieder voller Freude an die schönsten Küstenabschnitte der Insel Als ging. Bei Wassertemperaturen von acht Grad mussten wir die Fische anfänglich suchen, da das Nahrungsangebot der Meerforellen keinesfalls mit unserer kulinarischen Vielfalt mithalten konnte. Für diese Jahreszeit ungewöhnlich wenig Nahrung brachte viele schlanke Meerforellen an den Tag. Kalter Nordostwind erschwerte die Fischerei zusätzlich, weshalb wir uns weiter in die geschützten Fjorde zurückzogen. In diesen flachen Bereichen stieg die Wassertemperatur tagsüber immerhin auf bis zu 10 Grad an und genau dort waren auch die hungrigen Salmoniden auf der Suche nach Nahrung anzutreffen. Bis auf einen Regenschauer war uns die Sonne fast immer zur Seite und brachte uns nebenbei noch eine gesunde Farbe in die Gesichter. Abseits der Watwege trainierte ich Jacques Unterhandwürfe mit der Zweihandrute für seine bevorstehende Lachsreise nach Norwegen und am Ende der Woche staunten wir über seinen eleganten Wurfstil und über sagenhafte Weiten, die er mit seiner Fliegenrute mitlerweile ohne Mühe erreichte. Ein schöner Urlaub bleibt mit Bildern länger in Erinnerung und deshalb hatte ich meine Kamera ständig griffbereit. Stimmungsvolle Momente und einige tolle Fänge konnte ich so festhalten. Vor allem Tobis Riesengarnele "die Krabbe" war in dieser Woche der Garant für unseren Erfolg.
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