Hower Fliegenfischer Club e.V.

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Teil IV - Der Herbst


Frühjahr und Sommer hat die Meerforelle dazu benutzt ihr Gewicht zu vergrößern, damit sie die strapazierende Laichwanderung des Herbstes und den Aufbau von Rogen und Milch überstehen kann. Die Herbstwanderung fängt meistens mit der ersten Schlechtwetterperiode im August-September an. Die Fische spüren sofort, dass der Herbst und damit die Laichwanderung naht. Die ganz großen Fische wandern meistens schon im Mai-Juni hinauf in die größeren Wasserläufe. Die kleineren Fische, also der Großteil, bleibt noch ein paar Monate in der Speisekammer des Meeres. Diese kleineren Fische beginnen im Spätsommer oder im frühen Herbst ihre Wanderung zurück zu dem Wasserlauf, aus dem sie stammen. Meistens sind es gemeinsame Wanderungen von schwach gefärbten Fischen, die 3-6 Pfund wiegen und von sowohl männlichem als auch weiblichem Geschlecht sind, die vielleicht schon Paare gebildet haben. Stößt man auf eine solchen Gruppe, kann man das beste Angeln des Jahres erleben, mit mehreren gefangenen Fischen innerhalb kürzester Zeit. Man darf nicht vor schlechtem Wetter mit Wind und Regen zurückschrecken, wenn es um das Angeln nach diesen Laichwanderern geht. Bei gutem Wetter sind die wohlgenährten Fische schwer zu locken, ein solider Herbststurm kann sie jedoch dazu bringen, sich über alles zu stürzen, was ihnen in den Weg kommt. Oft fängt man diese schwach gefärbten Laichwanderer an genau den gleichen Stellen, wo man am Frühlingsanfang die Fische, die nach dem Ablaichen auf dem Weg hinaus ins Meer waren, gefangen hat. Oft lohnt es sich während der Nacht gezielt nach diesen Fischen zu angeln, da sie zu dieser Zeit am aktivsten sind. Von der Küstenlinie ausgehende Landzungen sind immer zu bevorzugen, da die wandernden Fische hier oftmals eine Ruhepause einlegen.