Berícht Happy Seatrout Day I | Lille Snaps gefällig?
Dänemark (StGe) Ursprünglich sollte sich das Wort "happy" bei der Idee
Happy Seatrout Day doch auf die Angler und nicht auf die Meerforellen
beziehen, aber auch diesmal waren es überwiegend die Meerforellen, die
"happy" blieben. Bekanntermaßen können uns aber auch schlechte Fänge und
widrige Witterungsverhältnisse den Tag nicht verderben und so war auch
dieser Tag am Ende ein fröhlicher Tag für jedermann/frau. Aber der Reihe
nach:
Noch eine Woche zuvor herrschten an der Küste optimale Bedingungen. Viele
unserer Mitglieder vermeldeten gute Fänge. Fische von 70cm, blitzeblank und
kugelrund gingen ins Netz und doch war eine Woche später alles anders. Fast
täglich änderte sich der Wetterbericht und die Prognosen verschlechterten
sich. Als wir am Freitag gegen 18 Uhr in Dänemark ankamen, wollten wir gar
nicht aus dem Auto aussteigen, so ungemütlich pfiff der Wind über die
Küsten. Aus dem Auto heraus beobachteten wir die anderen, die mit Kapuze im
Gesicht im Fjord standen, um die erste Meefo ans Band zu bekommen.
Normalerweise würden auch wir uns jetzt in unsere Wathosen zwängen, wenn
wir nicht Andreas getroffen hätten, der es sich bei Klaus gemütlich gemacht
hatte. Ein guter Start in eine erfolgreiche Woche startet mit einem Bier
bei Klaus, dachten wir uns und ließen die Ruten vorerst im Auto. Erst als
der Geruch von Grillkohle durch den Fjord zog, machten wir uns auf den Weg
zum Wasser, wo unser Sportsfreund Reinhard sein neues Amt des Sportwarts
aufnahm und uns herrliche Steaks zubereitete. Eine erfreuliche Meldung gab
es noch zu verkünden. Unser Sportsfreund Wolfgang fing seine ersten beiden
Meerforellen, ansonsten war das Fazit des Abends: Kalt, kälter,
Jägermeister!
Am nächsten Morgen merkten wir die feuchtfröhliche Gewürzmischung noch in
den Köpfen als wir bei Ann Lise das königliche Frühstück genossen, bevor
wir uns am Treffpunkt versammelten, um das Vereinsangeln zu eröffnen.
Das Wetter verbesserte sich gegenüber dem Vortag, jedoch war es bis zum
Mittag nahezu windstill und auch die Sonne zeigte sich nur sporadisch.
Fänge blieben daher aus und so bereitete Reinhard seine erste Erbsensuppe
als neuer Sportwart zu. Eine heikle Angelegenheit, denn unsere
Sportsfreunde sind die legendären Suppen von Axel gewohnt, aber um es
vorweg zu nehmen, auch die Suppe von Reinhard war weltklasse. Reinhard
durfte sein Amt also fortführen und wir alle machten uns mit vollen Mägen
auf den Weg ans Wasser und in die zweite Hälfte des Tages.
Ostwind ist nicht bekannt für übermäßigen Fressdrang der Fische, er
eröffnet dem Angler aber auch Möglichkeiten und so fischten Caro und ich
die Ostseite der Bucht ab wo wir den Wind im Rücken hatten. Gleich beim
zweiten Wurf lachte Caro laut los. Immer ein Zeichen dafür, dass da was an
ihrer Rute zappelt. Ein dicker blanker Fisch kam an die Oberfläche.
Geplätscher, Ziehen und Reißen, Schlaufen, Schweiß und rote Finger, 5
Minuten später waren beide Beteiligten völlig am Ende. Der Fisch lag an
Land und Caro wollte sich am liebsten daneben legen. Aber die Freude
überwiegte, die Freude über eine 51cm Regenbogenforelle mit voller Flosse
und dickem Bauch! Nach einer kleinen Fotosession setzte sie den Fisch
zurück. Wir fischten weiter und finger jeder insgesamt drei Fische, bevor
es dann leider anfing in Strömen zu regnen.
Wir beschlossen zum Treffpunkt zu fahren, wo die Siegerehrung stattfinden
sollte. Ich dachte mir, dass Caro gute Chancen hätte, den Pokal zu
gewinnen, aber wie sich später herausstellen sollte, fingen Dirk (59cm) und
Andreas (57cm) die "längeren" Fische und so freute Sie sich später über
einen tollen dritten Platz.
Wir beschlossen das Angeln aufgrund des Regens abzubrechen und die
Siegerehrung bei Klaus durchzuführen. Die Bar von Klaus ist hierfür super
geeignet und als wir eintrafen, brannte das Holz im Kamin und der Gastgeber
stellte die Frage: "Lille Snaps gefällig?" Da kann man nicht nein sagen und
so wurde aus einer Siegerehrung ein feuchtfröhlicher Abend mit zufriedenen
Gesichtern und das Wort "happy" bezog sich schließlich doch wieder auf die
Angler.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass es heutzutage nicht oft vorkommt, dass
wir als Sportfischer so gastfreundlich empfangen werden und so gilt unser
Dank insbesondere dem Klaus und seiner lieben Frau Hanne für Speis und Trank und
einen überragenden Abend. Und sei dir sicher, dass wir dich erneut
besuchen, sollte es im Herbst (hoffentlich) wieder regnen. Dann nämlich
wird unser nächstes Meerforellenfischen auf Als stattfinden.