Der Tanz der Borstenträger hat begonnen
Dänemark (StGe) Endlich ist es wieder soweit! Die „Borstis“ sind da! Und
auch wenn die Wassertemperaturen hierauf noch nicht schließen lassen, so
sind die Seeringelwürmer an sonnigen Tagen schon in großen Mengen zu
beobachten. Insbesondere in den flachen Buchten und Fjorden verlassen Sie
den weichen und durch die Sonne aufgewärmten Boden frühzeitig, um sich zu
paaren. Vögel und vor allem unsere Meefos nutzen die Gunst der Stunde, um
sich den Magen vollzuschlagen. Also ab ans Wasser, denn keine Jahreszeit
ist so erfolgreich wie die Borstenwurmzeit. Fliegenmuster, die einen
Borstenwurm imitieren gibt es viele, nur sind auch alle effektiv?
Sicherlich kennt jeder die langen, zum Teil mit zwei Haken versehenen
Muster, die den Borstenträgern unheimlich ähnlich sind aber, seien wir doch
mal ehrlich, immer schwer zu werfen sind. Die Wurfweiten sind aufgrund des
Gewichts begrenzt und nicht selten verhaken sich die langen
Wackelkandidaten. Und nicht nur das, sie ziehen auch eine hohe Anzahl an
Fehlbissen mit sich.
Ich nutze daher gerne kleinere effektivere Muster, die auf einem großem
Einzelhaken gebunden sind und erfahrungsgemäß die Fehlbissquote um mehr als
50% senken. Bedenken sie eines: Die Meefos haben eine lange Winterpause
hinter sich und denken einzig und allein ans Fressen und wenn die Würmer da
sind, machen sie keine Unterschiede zwischen einem guten und einem weniger
guten Borstenwurm. Die nachfolgenden Bilder zeigen einige dieser kleineren
Muster, die sie als Alternative unbedingt in ihrer Fliegendose haben
müssen.
Bei der Köderführung sollten sie beachten, dass die Borstis langsam und mit
langen Zügen gefischt werden sollten. Dabei sollten sie langen Pausen
machen, in denen der Wurm absinken kann. Nur dann wird er naturgetreu
angeboten. Gerade in der Absinkphase konnte ich bisher die meisten Bisse
verzeichnen. Sie sollten dies bei ihrem nächsten Fischen unbedingt mal
beachten. Jetzt aber schnell an den Bindestock respektive ans Wasser. Der
Tanz der Borstis ist begrenzt!