Hower Fliegenfischer Club e.V.

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Reisebericht "Skjern Au"

 

Mitteljütland (STGE) - Nach etwa 30 Jahren Einförmigkeit ist der kanalisierte Auslauf der Skjern Au wieder zu einem lebenden Flussgebiet geworden und bietet jedem Angler eine spannende Flussfischerei mit einer guten Chance auf einen Fang. Die Fangstatistik zeigt uns, dass die Maßnahmen der dänischen Fischereibehörde greifen und der Lachsaufstieg stetig zunimmt. Zum Vergleich: In der Mörrum in Südschweden wurden in diesem Jahr bis jetzt 110 Lachse gefangen, in der Skjern Au hingegen schon 167! Die Anzahl der gefangenen Lachse hat sich seit 2001 bis 2005 von 61 auf 259 erhöht. Der Meerforellenfang ist gar von 145 auf 516 gestiegen. Gerade mal vier Autostunden von Hamburg entfernt, bietet die Skjern Au also gute Möglichkeiten, die Lachsfischerei kennen zulernen. Besonders der Flussabschnitt bei Borris ist sehenswert und bietet abwechslungsreiches Wasser und zum Teil anspruchsvolle Strecken mit Bäumen und tiefen Kurven.

 

Die Preise für Tageskarten liegen bei 100 Dänischen Kronen, die Woche kostet gerade mal 350 Kronen. Bei meinem zweiten Seminar in diesem Jahr hatten sich neben F. B. und mir auch unser Barschexperte Karsten Strübing aus Nossentiner Hütte, Michael Martinsen vom Ratzeburger See sowie unsere Berliner Freunde Mario Mücke und Dennis Werner Ende Juni in unserer gemütlichen Unterkunft in der Nähe der Skjern Au eingenistet und wir freuten uns auf ein langes Wochenende Flussfischen mit der Zweihandrute.

 

Am Abend angekommen, begannen wir mit einer kleinen Stärkung und einer gemütlichen Vorbesprechung, bevor wir früh am nächsten Morgen das Gerät zusammenstellten und die ersten Übungen am Fluss machten. Beeindruckt von der Leichtigkeit meiner Schüler, mit der sie diese neue Erfahrung meisterten, erzielten wir schon bei der ersten Übung große Fortschritte. Die Jungs hatten sich bereits im Vorfeld mit bestem Gerät versorgt und waren somit gut gerüstet für das, was vor Ihnen lag. Während des trockenen Sommers führten die dänischen Auen wenig Wasser und so war es an diesem Wochenende sicherlich schwieriger einen Fisch zu fangen als die Jahre zuvor. Allerdings war es nicht unmöglich und so fing unser Michael bei seinem ersten Besuch an der Skjern Au seine erste Meerforelle im Fluss. Dieser feiste Fisch lieferte einen erlebnisvollen Kampf und wog satte 3,6 Kilo bei 63 Zentimetern Länge. Stolz präsentierte uns Michael seinen Fang für eine kurze Fotosession.

 

Am Abend gab es eine nette Runde am Wohnzimmertisch, während unsere Berliner Mario und Dennis herrliche Lachstuben zauberten. Nachdem Dennis im Frühjahr bereits ein Seminar belegte, um seinen Wurfstil zu optimieren, erzählte er mir zufrieden von seinen anschließenden Lachsfängen an der Gaula. Zusammen mit Mario, der bereits fundiertes Fachwissen bei seinen Besuchen am norwegischen Mandal gesammelt hatte, fischten die beiden am nächsten Morgen eine Strecke etwas unterhalb von uns ab. Meine Schüler und ich erweiterten dagegen unsere Trainingseinheiten mit verschiedensten Übungen unter verschiedensten Bedingungen und konnten so an diesem Wochenende das Fundament für ein erfolgreiches Lachsfischen legen. Bevor wir Skjern hinter uns ließen , durfte natürlich auch ein Besuch im Fachgeschäft Korsholm nicht fehlen. Hier wird jedes Anglerherz glücklich und jedes Portmonait leer, denn gerade die Binde-Abteilung ist an Auswahl kaum zu übertreffen. Jeder Binder denkt, er habe genug Material, aber wenn du aus diesem Geschäft gehst hast du eine Tüte in der Hand und den Kopf voller neuer Fliegenmuster!

 

Wenn Sie auf nun den Geschmack gekommen sind und auch mal die Skjern Au testen wollen: Bis bis zum 15. September haben Sie noch Gelegenheit, den bisherigen Rekordfang von 52 Pfund einzustellen - oder einfach nur ein paar schöne Tage in der Natur zu verbringen. Vielleicht belegen Sie auch eines unserer Seminare im kommenden Jahr und erleben ein lehrreiches und vor allem fröhliches Wochenende!

 

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