Hower Fliegenfischer Club e.V.

Fliegenfischen, Fliegenfischen lernen, Freunde treffen, Natur erleben und vieles mehr...

Startseite
Berichte
Unser Verein
Satzung
Wir über uns
Veranstaltungen
Gewässer
Wurfkurse
Fliegenweste
Fliegendose
Flohmarkt
Forum
Bilder
Wetter
Links
Kontakt
Impressum
Reisebericht "Mörrum Mai 2006"
 
Mörrum (SG) - Es ist der 17. Mai gegen 14 Uhr, ich stehe mitten in Pool 12 auf einem Stein uns lasse meinen Schußkopf Richtung gegenüberliegendes Ufer schießen. Die Schnur treibt durch die 50 m³ Wasser der Mörrum fischgerecht herum als ich einen eher zaghaften Zupfer verspüre. Gleich vier mal in Folge dieses durch Adrenalin gestärkte Gefühl, denn nach sechs Tagen ohne einen Biss ist man plötzlich hellwach, wenn es an anderem Ende der Schnur einen Hieb gibt. Leider blieb es bei diesem zaghaften Zupfen und ich rätselte, was es wohl gewesen sein könnte. Wohl eher eine Forelle als ein Lachs, dachte ich und versuche einen erneuten Wurf. Kurz nachdem die Fliege in das Wasser tauchte wieder ein Zupfen und plötzlich ein Ruck! Ein Ruck, der durch meinen ganzen Körper schoss und mir klar machte, dass es wohl doch ein Lachs war, der meine Fliege nahm. Nach zwei herrlichen Luftsprüngen und einem problemlosen Drill lag er vor mir. Ein blitzblanker Lachs mit 100 Zentimetern und zehn Kilo Gewicht. Die sechs Tage "Lachskampf" waren vergessen! Nachdem wir Mitte Januar die Angelkarten zugelost bekamen, freuten wir uns auf eine tolle Maifischerei mit erstmals sehr gutem Wasserstand und turnusgemäß sind Mitte Mai auch die ersten "Blanken" da. So waren wir also noch sehr zuversichtlich, als wir am 10. Mai vor der Tür von Karl-Heinz Kleine standen. Die Pool-Einteilung ergab gleich am ersten Morgen, dass wir im Unterlauf fischen konnten. Anschließend durften wir dann immer abwechselnd halbtags die Nord- beziehungsweise die Südstrecke befischen. Da noch keine Fische gefangen wurden, war es wichtig vor allem die Südstrecke im Unterlauf zu befischen, da hier die Lachse ihre Reise durch den Fluss beginnen. So hieß es also jeden zweiten Tag um vier Uhr in der Früh aufzustehen um Punkt fünf Uhr im Pool zu stehen und die Hotspots abzufischen - immer in der Hoffnung, ein Lachs hätte sich in der Nacht hinter einen Stein gestellt. Aber in diesem Jahr hatte sich alles durch den langen Winter um etwa zwei Wochen nach hinten geschoben und erst am 13.
Mai wurde der erste Blanklachs gefangen. Wenn man in die Rechnung die 130 Tagesangler und die 30 Jahreskartenbesitzer einbringt, so erscheint es fast unmöglich einen Fisch zu fangen. Trotzdem ließen wir uns von dieser Statistik nicht beeindrucken und fischten konzentriert weiter, Wurf für Wurf. Wetter und Wasser waren optimal und bereiteten uns eine schöne Fischerei. Als Karl-Heinz am 17. Mai in seiner Frühschicht seinen ersten Blanklachs der Saison fing, gab uns das noch einmal den Ansporn, um den letzten Nachmittag im Unterlauf vielleicht doch den erhofften Erfolg zu bekommen. Und als ich dann um kurz nach 14 Uhr über meinem Fisch kniete, wusste ich, dass sich Ausdauer beim Angeln immer irgendwann bezahlt macht!
 

Pause Stopp Zurück Weiter Fotos im Vollbild anzeigen

 
 
 
vorheriger Bericht                                     Übersicht                                          nächster Bericht