Reisebericht Mandalselva August 2008
Hamburg (STGE) - Ein aufregendes Abenteuer am Mandalsfluss ist gerade erst einige Tage vorrüber, da plane ich schon die nächste Reise für 2009. Aber zunächst möchte ich Ihnen, liebe Leser, einen Rückblick auf die diesjährige Woche an unserem Lachsfluß geben.
Am frühen Samstag Morgen starteten wir von Hamburg nach Hanstholm und weiter mit der Schnellfähre nach Kristiansand. Vorbei an zahlreichen Seen, steilen Felsen und dichten Wäldern erreichten wir etwa 45 Minuten hinter der norwegischen Grenze unsere Unterkunft in Øyslebø, wenige 100 Meter vom Mandalsfluss entfernt. Wir verstauten unser Gepäck und suchten das Lachscenter auf, um unsere Fischreilizenzen zu besorgen.
Nach einer Mütze voll Schlaf machten wir am Abend bereits erste Watversuche über den feinen Kiesboden des Mandal. Die magere Fangausbeute in den vergangenen Wochen bestätigte die Prognose, dass 2008 ein schlechteres Jahr werden würde. Beim Lachsfischen ist es allerdings ähnlich wie in der Wirtschaft und so verläuft auch hier die Kurve wellenförmig. Guten Fangjahren wie 2006 folgen meist einige schlechtere Jahre, wie der Verlauf von 2007 und die bisherigen Fänge in 2008 zeigen. Lachse kehren aber meist nach etwa 3 bis 5 Jahren in ihren Geburtsfluss zurück und so denke ich, dass schon 2009 wieder ein sehr gutes Jahr kommen wird. Die Fangstatistik der vergangenen Wochen ließ uns also nur zu einem einzigen Schluß kommen: "Es kann nur besser werden!" Und so waren wir guter Dinge, dass die Kalenderwoche 32 eine der besten der Saison werden würde und mit insgesamt mehr als 230 gefangenen Lachsen war dies auch der Fall. Wir fingen bereits am zweiten Tag drei tolle Lachse, wobei mir ein großer Fisch von 7,2 Kilo und meinem Kunden Mirko sein erster Lachs überhaupt an die Fliegenrute gingen!
Die Mandalselva verändert sich aufgrund der regulierten Wasserführung nur geringfügig und so sind Stellen, an denen man schon einmal einen Lachs gefangen hat, immer wieder interessant. Diese Stellen mussten wir konzentriert abfischen, wenn wir etwas fangen wollten und deshalb klingelte täglich um 04:15 Uhr der Wecker und wer Lust hatte auf frühes Aufstehen, folgte mir an diese Hotspots. Durch tägliches Training wurden die Würfe meiner Jungs besser und besser. Leider waren die so genannten "Runs" eher selten und so waren es immer nur einzelne Fische, die frisch den Fluss hinaufstiegen. Das machte die Fischerei am Fluss insgesamt schwieriger und doch gingen uns einige schöne Fische an die Rute. Insgesamt fingen wir in dieser Woche acht Lachse mit der Fliegenrute. Davon fing unser Lachssenior Manfred mit seiner ultraleichten Zweihandrute sogar zwei und Axel konnte, nachdem ich ihm kurz zuvor noch den entscheidenden Tipp mit auf dem Weg gab, ebenfalls seinen allerersten Mandalslachs fangen. Obwohl Günter in dieser Woche eifrig lernte und mit seinen 73 Jahren unermüdlich kämpfte, ging ihm kein Lachs an die Rute. Sehr schade, denn das hätten wir ihm alle sehr gegönnt. Im nächsten Jahr möchte er wieder dabei sein und ich bin mir sicher, dass er dann auch seinen erster Mandals-Lachs fangen wird.
Und auch wenn nicht jeder unserer Schüler in diesem Jahr einen Lachs fangen konnte, waren doch alle am Ende der Reise sehr zufrieden. Sie freuten sich über ihre eigenen Würfe und waren angetan von der norwegischen Natur, unserer guten Küche und der netten Gastfreundschaft, die uns in Norwegen entgegengebracht wurde. Einige Impressionen konnte ich mit den beigefügten Bildern auch in diesem Jahr wieder für Sie einfangen.
Träumen Sie auch von Ihrem ersten kampfstarken Lachs an der Fliegenrute? Dann fragen Sie uns gern nach freien Plätzen für den nächsten Kurs vom 01. bis 08. August 2009!