Hower Fliegenfischer Club e.V.

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Garnele

 

Beschreibung:

Die Garnele ist eine Krebsart und von hoher Bedeutung für das Öko-System der Ostsee. Mit einer Länge von bis zu 7 cm ist sie trotz ihrer kleinen Scheren ein gefräßiger Räuber. Meist liegt sie bis zu den Augen im Sand eingegraben, wo sie kaum zu erkennen ist. Sie lebt im Flachwasser der Ostsee und passt sich farblich ihrer Umgebung an. Das kann durchscheinend grau, sandfarben bis grünlich sein. Am Rücken ist sie meistens etwas dunkler gefärbt. Sie geht nachts auf Nahrungssuche nach Algen, kleinen Krebsen und Würmern. Bei Niedrigwasser verlässt sie den Uferbereich in Richtung offene See, um bei Flut erneut zurückzukehren. Wie viele andere Tierarten nutzen Garnelen das flache Wasser nur in der warmen Jahreszeit. Im Herbst wandern sie ins Tiefwasser ab. Sie bilden die Nahrungsgrundlage für viele Meeresbewohner und ist für uns Fliegenfischer erste Wahl, wenn es auf Meerforelle geht. Es gibt die Garnele in vielen Formen, Farben und Größen. Nachfolgend binde ich Ihnen eine kompakte und sehr stabile Variante einer sandfarbene Garnele. Hierfür benötigen Sie:

 

Material:

Haken: Shrimp-Haken, z. B. Partridge CS54, vorzugsweise in Größe 4

 

Faden: 8/0 naturfarben

 

Beschwerung: Bleidraht

 

Antennen/Fühler: Synthetik Floss/Antron oder Innenmaterial vom Glitzerschlauch, lange dünne Grizzly-Hecheln z. B. von der Ente

 

Augen: Angeschmolzene monifile Schnur 0,35 - 0,40 mm

 

Rippungsfaden: dünner Meesingdraht

 

Hecheln: lange, feine Grizzly-Hecheln vom Hahnen-Sattel

 

Körper: Ice-Dubbing sandfarben, Natur-Dubbing sandfarben, Ice-Dubing rot

 

Besonderheiten: Nadel, Bürste, Feuerzeug, Sekundenkleber, Schale zum Mischen

 

 

Bindeanleitung:

Legen Sie die Materialien zurecht, klemmen Sie den Haken ein und los geht´s:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Schritt: Legen Sie eine knappe Grundwicklung und binden Sie, je nach Belieben, etwas Bleidraht im vorderen Drittel des Hakens ein. Fixieren Sie diesen mit einem Tropfen Sekundenkleber. Sie verhindern so, dass sich der Körper später auf dem Haken dreht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Schritt: Legen Sie die grundwicklung bis zum Hakenschenkel und binden Sie dort enige längere Grizzly-Hecheln ein. Hierzu eignen sich besonders die weichen Federn der Pfeifenente. Binden Sie anschließend direkt hinter den Fühlern ein wenig rotes Ice-Dubbing als Beisspunkt ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Schritt: Darüber legen Sie 2 Schichten steifes Haar. Durchsuchen Sie Ihren Bindekoffer nach steifem, synthetischem Material wie Antron oder Floss. Ich nehme hier aber auch gern die inneren Federn des Glitzerschlauches, die sie normalerweise wegschmeißen, wenn Sie eine Juletree binden.

 

4. Schritt: Bereiten Sie nun die Augen vor. Nehmen Sie hierzu etwa 10 cm monofile Schnur und schmelzen Sie diese mit dem Feuerzeug an beiden Seiten so lange zurecht, bis die Augen etwa halb so groß sind wie Stecknadelköpfe. Achten Sie daruf, dass die Augen möglichst im rechten Winkel zur Schnur abknicken, damit Sie sie später besser einbinden können. Trennen Sie die schnur in der Mitte und binden Sie die Augen auf Höhe des Hakenschenkels ein. Die Augen sollten etwas abstehen. Achten Sie daruf, dass Sie die Augen gleichmäßig einbinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Schritt: Binden Sie eine etwa 7 cm lange Sattel-Hechel vom Hahn ein. Legen Sie die Grizzly-Hechel erst einmal nach hinten weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6. Binden Sie einen weiteren dünnen etwa 7 cm langen Messingdraht ein. Dieser vehindert später, dass die Hechel bei einem Fisch kaputt geht. Legen Sie auch den Draht erst einmal nach hinten weg.

 

7. Schritt: Mischen Sie etwas Ice-Dubbing sowie etwas natürliches Dubbing in einer Schale im Verhältnis 1 zu 3. Die Garnele erhält dadurch später einen schöneren Glitzereffekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8. Schritt: Legen Sie eine Lage des vorbereiteten Dubbings als Körperwicklung. Der Körper sollte hierbei zum Öhr hin leicht dünner werden. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie nicht zu viel Dubbing verwenden. Legen Sie nach und nach etwas Dubbing ein und achten Sie auch hier auf gleichmäßiges verteilen. Die Fliege wird später besser im Wasser liegen.

 

9. Schritt: Legen Sie nun die Hechel mit etwa 5 Wicklungen zum Öhr. Legen Sie anschließend den Messingdraht als Fixierung auf die Hechel-Wicklung. Schneiden Sie die überflüssigen Enden ab und binden Sie einen kleinen Kopf netten Kopf. Sollten hier noch einige Haare in das Öhr geraten sein, können Sie diese kurz mit dem Feuerzeug wegbrennen.

 

10: Schritt: Zupfen Sie nun mit einer Nadel die eingeklemmten Hecheln heraus und zupfen Sie zudem ziwschen den Rippungen etwas Dubbing heraus. Mit der Bürste kemmen Sie die Garenele nun ordentlich durch. Erst jetzt sind auch die kleinsten Fasern zu sehen und die Garnele bekommt ein wunderbares Spiel Unterwasser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Köderführung

Ziehen Sie die Garnele mit langen, aber zum Ende hin ruckartigen Zügen. Die Pause zwischen den Zügen sollte länger ausfallen. warten Sie gern ein ein oder zwei Sekunden, bevor Sie den nächsten Zug machen. Sofern Sie den Rapallaknoten nutzen, kann sich die Garnele frei bewegen. Durch die Beschwerung im ersten Drittel des Hakens richtet sich die Garnele in den Pause wieder auf. Das ist oft der Moment, in dem die Meerforelle zuschnappt. Viel Spaß beim Ausprobieren!