Einzelunterricht
Kennen Sie das auch? Sie sind selbstständig und beruflich sehr eingebunden. Ein Wochenendkurs kommt für Sie deshalb nicht in Frage.
Wir sind flexibel und bieten Ihnen Unterricht stundenweise nach Feirabend oder am Wochenende an. Lernen Sie in wenigen Übungseinheiten das Fliegenfischen oder lassen Sie sich von einem Profi über die Schulter gucken, um Ihren Wurf zu verbessern. Lernen Sie dabei weiterführende Übungen wie
Je nach Bedarf vereinbaren wir Trainingsstunden. Sprechen Sie uns gerne an!
Lernen Sie so z. B. den Doppelzug
Im Laufe eines Fliegenfischerkurses kommt irgendwann immer das Thema Doppelzug auf den Tisch und ich bin gefragt, die Vorteile dieser ausgereiften Technik zu erklären. Da diese Bewegung aber absolute Konzentration erfordert, rate ich meinen Schülern vorerst davon ab. Je nach individuellen Lernfortschritten sollten Sie, nachdem Sie einen Grundkurs besucht haben, etwa ein halbes Jahr üben, bevor Sie sich am Doppelzug versuchen. Der Voteil liegt einfach darin, dass Sie sich dann auf diese neue Wurftechnik konzentrieren können, ohne Ihren Wurfstil zu beeinflussen, denn Ihre Wurfhand muss sauber weiter arbeiten. Sind Ihre Wurffähigkeiten fortgeschritten und trauen Sie sich diese neue Herausforderung zu, dann kann Ihnen der Doppelzug nicht nur zu weiteren Würfen verhelfen, sondern bietet Ihnen auch eine enorme Entlastung, vor allem Ihrer Wurfhand.
Für Würfe bis 15 Meter ist der Dopplezug noch nicht erforderlich, er kann Ihnen aber bereits bei kurzer Schnurführung Vorteile bieten. In Ihrem Grundkurs haben Sie gelernt, dass die Wurfschnur bei Vor- und Rückschwung durch Beschleunigen und anschließendem Stoppen der Rute am richtigen Zeitpunkt (unter normalen Umständen bei 1 Uhr und bei 11 Uhr) eine Schlaufe bildet und je enger diese Schlaufe gebildet wird, desto besser schneidet sie die Luft. Hierdurch erzielen Sie, auch ohne Doppelzug, eine schnelle Schnurführung und erreichen eine gewisse Schnurlänge. Aber je nach Kraft, Gerät und äußerlichen Verhältnisse ist nach einer bestimmten Länge Schluß. Spätestens hier greift der Dopplezug, mit dem Sie zum Ende Ihres Wurfes die Schnur nochmals beschleunigen können. Ihre Wurfhand konzentriert sich auf eine saubere Schnurführung, während Ihre linke Hand (umgekehrt bei Linkshändern) beim Vorschwung entgegen der Wurfhand an Ihrem Körper vorbeigeführt wird und so Schnur durch die Ringe zieht, wodurch das Ende Ihrer Schnur zusätzlich beschleunigt wird. Während sich die Schnur streckt und Ihre Rute bei 11 Uhr gestoppt wird, wird die linke Hand wieder zum ersten Rutenring geführt und Sie können den Rückschwung ansetzen. Hierbei wird die Rute auf die 11 Uhr-Position beschleunigt und abgestoppt, während die linke Hand wieder entgegengesetzt nach vorne gestreckt wird. Auch hier wird die Schnur durch die Ringe gezogen und das Ende wird beschleunigt. Eine enge Schlaufe bildet sich und Sie bekommen den Druck auf die Rute, den Sie benötigen, um eine längere Schnur in der Luft halten bzw. werfen zu können. Während sich die Schnur wieder streckt, wird Ihre linke Hand wieder zur Rute geführt, bevor der nächste Wurf angesetzt werden kann. Ihre Wurfhand wird hierdurch deutlich entlastet und Sie können entspannter Fischen. Zudem genügen Ihnen weniger Würfe, um Ihre Schnur zu verlängern. Nicht nur für Schußköpfe, sondern auch bei langen Keulenschnüren bietet Ihnen der Dopplezug so Vorteile, gerade an windigen Tagen. Aber auch bei Unterhandwürfen kann Ihnen ein einfacher Doppelzug helfen. Bei einem Dopplezug kommt es vor allem auf das richtige Timing an, denn ruckartige Bewegungen lassen die Schnur überschlagen und ihre Fliege landet im Vorfach. Wenn Ihre linke Hand nicht optimal arbeitet, kann Ihr Wurf mislingen. Hier genügt es schon, wenn die linke Hand einen kurzen Augenblick falsch arbeitet oder stehen bleibt. Schon verliert die Schnur die Spannung und die Rute verliert den Druck. Die meisten Fehler machen Fliegenfischer, die sich den Dopplezug bei anderen Anglern abschauen und ihn dann ausprobieren. Dabei wird oft die Wurfhand vernachlässigt und Sie gewöhnen sich einen unsauberen Wurfstil an. Lassen Sie sich daher lieber über die Schulter schauen und von einem erfahrenen Werfer korrigieren, sobald diese Fehler auftauchen.