Beschreibung
Der bis zu 20 cm lange schillernde Seeringelwurm gehört zum Stamm der Ringelwürmer. Wegen der Borstenbündel an den paarig angeordneten Stummelfüßen nennt man ihn umgangssprachlich auch Borstenwurm. Der Körper der Seeringelwürmer besteht aus bis zu 120 borstentragenden Segmenten, die je zwei Paare Stummelfüße haben. Am Kopf hat er zwei Augen, acht Kopf-Tentakel und zwei Palpen. Zur Jagd und Nahrungsaufnahme besitzen sie einen ausstülpbaren Rüssel, der zwei mit 5-8 Zähnen besetzte Kiefer trägt. Der Kiefer trägt außerdem noch eine Anzahl von freien Zähnen. Die schillernden Seeringelwürmer sind recht variabel in ihrer Färbung.
Der Seeringelwurm lebt in Nord- und Ostsee wo er verzweigte Gänge im Sand und Schlick des Meeresbodens baut. Er bewohnt auch die zeitweise trocken fallende Wattgebiet.
Seeringelwürmer sind Allesfresser und eine wichtige Nahrung für Fische und Vögel. Besonders in der Meeres und Hochseeangelei sind die großen Borstis beliebte Angelköder. Im Frühjahr, wenn die Wassertemperatur steigt, ist Paarungszeit und die Borstis verlassen ihre Gänge. Dann kann es im Wasser an einigen Tagen nur so wimmeln. Das sind die Tage, an denen sehr gute Fänge zu erwarten sind. Viele Fischer nutzen sehr große Imitationen, die nicht nur schwer zu binden, sondern vor allem auch schwer zu werfen sind und oftmals viele Fehlbisse zur Folge haben. Nachfolgend binde ich Ihnen zwei Allround-Muster, die einfach und natürlich auch fängig sind.
Variante Borstenwurm
Haken: Ein Salzwasserhaken, z. B. Partridge CS 11/2 in den Größen 2-8
Faden: 8/0 in braun
Schwanz- und Kopfhechel: Hennensattel Grizzly (braun)
Rippung: dünner Draht in gold
Körper: Pfauenfedern
Besonderheiten: Angel Hair bunt (blau, rot, gelb, braun, schwarz, ...)
Variante Sandwurm
Haken: Ein Salzwasserhaken, z. B. Partridge CS 11/2 in den Größen 2-8
Faden: 8/0 in rot
Schwanz- und Kopfhechel: Hennensattel Grizzly (braun)
Rippung: dünner Draht in gold
Körper: Kaninchen Dubbing sandfarben
Besonderheiten: Flashabou Ice
Köderführung
Im März und April, wenn die Wassertemperatur auf über 12 Grad Celsius steigt ist es so weit. Die Paarung der Würmer beginnt und sie kommen aus ihren Löchern. Überall im Waaser schwimmen sie umher. Dann sollten Sie diese zumeist flachen und sandigen Uferabschnitte aufsuchen und eine der oben genannten Varianten anbieten. Die Züge sollten lang und gleichmäßig sein, die Pausen gern etwas länger. Gerade in der Absinkphase attackieren die Forellen gerne.